Unsere Geschichte

Die SPD Neuried wurde im Januar 1966 von sieben Neurieder Bürgern gegründet. Die Gründungsfeier fand am 6. März 1966 in der Gaststätte Großmann in Neuried statt. Bei der Gemeinderatswahl im März 1966 werden bereits zwei Gemeinderäte von der SPD-Liste gewählt.

Seitdem ist die SPD ununterbrochen im Gemeinderat vertreten und stellt aktuell zum vierten Mal den Bürgermeister.

1972 hatte der Ortsverein bereits 22 Mitglieder und gewann bei der Gemeinderatswahl 8 von 16 Sitzen. Gründungsvater Fritz Baumgartner wurde 1972 zum Bürgermeister gewählt. 1978 verlor die SPD wieder die Mehrheit im Gemeinderat, wohl auf Grund der damaligen Pläne des Entwicklungskonzepts, das, um eine Eingemeindung Neurieds nach München zu verhindern, eine starke Bautätigkeit und damit verbunden eine starke Bevölkerungszunahme vorsah.

Die nächsten 12 Jahre unter CSU-Bürgermeister Wolowicz stoppten die weitere Expansion, jedoch kamen die geplanten Projekte M4-neu und Sportzentrum nicht vom Fleck: es fehlte der Grund um die Projekte realisieren zu können.

1990 setzte sich die SPD mit ihrem Bürgermeister-Kandidaten Otto Götz gegen den amtierenden Bürgermeister Wladislaus Wolowicz (CSU) durch und stellte den Bürgermeister und sechs Gemeinderäte. 1996 wurde Otto Götz wieder gewählt und die SPD stellte nun neun der 20 Gemeinderäte. In den zwölf Jahren mit Bürgermeister Otto Götz ging es wieder voran mit Neuried:

Erstellung des Grunderwerbsmodells

Um an die Grundstücke für die M4-neu und weitere Infrastruktureinrichtungen (Sportzentrum, Kindergärten, Schulerweiterung etc.) zu kommen, wurde Baurecht gegen Grund getauscht. Dadurch entstanden die Neubaugebiete am Kraillinger Feld, rund um den Dornatorbogen und etwas später an der Zugspitzstraße. Im Tausch konnte ein Großteil der Flächen für den Bau der Orsumgehung M4-neu erworben werden. Damit ging die Gemeinde in eine gewaltige Vorleistung, die nicht jedem Bürger gefiel.

Unter seinem Einfluss wurden viele Projekte entwickelt und fertiggestellt:

  • Neubau des Feuerwehrhauses am Floriansbogen
  • Kindergarten am Maxhofweg
  • Kinderhort am Haderner Weg
  • Neugestaltung des Marktplatzes und Etablierung des Wochenmarkts
  • Grunderwerb im Ortszentrum (altes Jugendhaus)
  • Rückbau der Kreuzung in der Ortmitte
  • Kanalisation in der Gautinger Straße
  • Planungen für den dritten Kindergarten und den Sportpark

Da am Ende der Amtszeit von Bürgermeister Otto Götz noch nicht alle notwendigen Grundstücke erworben werden konnten, wurde erst unter seiner Nachfolgerin mit dem Bau der M4-neu und dem Sportpark begonnen.

2002 verlor die SPD-Bürgermeister-Kandidatin Gertrud Reiter-Frick knapp gegen die CSU-Kandidatin Ilse Weiß. Die SPD stellte 6 von 20 Gemeinderäten.

Bei der Kommunalwahl 2008 trat die SPD mit Ralph Geipel als Bürgermeisterkandidaten an. Er unterlag jedoch der erneut kandidierenden CSU-Vertreterin Ilse Weiß. Die SPD erhielt 4 von 20 Sitzen. Die CSU verfügte zusammen mit der Stimme der Bürgermeisterin über die absolute Mehrheit im Gemeinderat, bis zum Auseinanderbrechen der CSU-Fraktion 2013.

In der 12 Jahre dauernden Amtszeit von Ilse Weiß wurden u.a. Sportpark, Erweiterung der Grundschule und Jugendhaus fertiggestellt, die M4-neu eingeweiht und mit Planung und Bau der neuen Mehrzweckhalle begonnen. Dafür wurden die bis 2002 aufgebauten Rücklagen in Höhe von 20 Millionen Euro aufgebraucht, ohne jedoch neue Einnahmen zu generieren.

Unter dem Motto „Neue Lösungen für Neuried“ konnte der SPD-Kandidat Harald Zipfel bei der Kommunalwahl 2014 in der Stichwahl Ilse Weiß klar besiegen. Die SPD gewann 5 von 20 Sitzen im Gemeinderat. Andreas Dorn von der FWN ging mit der SPD eine Fraktionsgemeinschaft ein; seit der Auflösung der FWN ist Andreas Dorn Mitglied der SPD-Fraktion, die damit auf 6 Köpfe angewachsen ist.

Gleich zu Beginn der Amtszeit von Harald Zipfel stellte sich ein eklatanter Mangel an Plätzen für die Kinderbetreuung heraus. Bei den gemeindlichen Gebäuden zeigte sich ein erheblicher Sanierungsstau, auch im Bereich Brandschutz wurde über lange Jahre zu wenig getan. Mit erheblichen Anstrengungen gelang es, diese Versäumnisse aufzuarbeiten, dafür mussten andere Wunschprojekte zurückgestellt werden, wie z.B. der Umbau der Gautinger Straße.

Die wichtigsten Projekte der ersten Amtzeit unter Bürgermeister Harald Zipfel

  • Bau der Mehrzweckhalle inklusive Räume für die Mittagsbetreuung
  • Errichtung einer dreigruppigen Kinderkrippe mit externer Trägerschaft
  • Brandschutzsanierung der Grundschule
  • Vorbereitung zum Grundschul-Ersatzneubau für die Ganztagsklassen mit eigenen Räumlichkeiten für die Musikschule
  • Beleuchtung des Radweges nach Planegg

Gleichzeitig wurde ein Energiekonzept für die gemeindlichen Liegenschaften und das Gemeindegebiet entwickelt. Wichtige Resultate daraus waren:

  • Beginn der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED
  • Bürger-Photovoltaik-Anlagen mit Erzeugung von Öko-Strom für gemeindliche Liegenschaften

Für die Ortsentwicklung wurden entscheidende Weichen gestellt.

  • Entwicklung des ehemaligen Hettlage-Areals (Bebauungsplan Nr. 52) mit 2/3 Gewerbe- und 1/3 Wohnbauanteil
  • Entwicklung des Grundstücks Südl. Maxhofweg (Bebauungsplan 47) für Wohnbebauung
  • Vorbereitung und Entwicklung der nördlichen Ortsmitte für Wohn- und Geschäftshäuser, und den Bau des neuen Rathauses.

Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde Harald Zipfel mit 59,65 % der abgegebenen Stimmen als 1. Bürgermeister wiedergewählt. Die SPD erhielt 4 von 20 Sitzen im Gemeinderat.

In der zweiten Amtszeit konnten folgende Vorhaben umgesetzt werden:

Auf dem ehemaligen Hettlage-Gelände wurde mit dem Neurieder Innovations-Campus (NIC) der Bebauungsplan Nr. 52 mit einem Nutzungsmix von zwei Dritteln Gewerbe und einem Drittel Wohnen in drei Abschnitten realisiert. Zwischen November 2021 und 2022 entstanden zahlreiche neue Unternehmen mit innovativen Arbeitsplätzen sowie 202 Wohnungen.

Die Wohnbebauung am Bozaunweg (Bebauungsplan 47, Grundstück Südlicher Maxhofweg) wurde fertiggestellt.

Auf Initiative der SPD-Fraktion wurden bei diesen Baugebieten wurden soziale Bindungen im Baurecht vereinbart. Damit hat sich die Gemeinde für 20 % der Wohnungen in den Baugebieten „Hettlage“ und „Südlicher Maxhofweg“ ein Belegungsrecht 25 Jahre gesichert. Die Mietpreise sind bei der Erstvermietung auf 12 Euro pro Quadratmeter festgesetzt, mit geregelten, moderaten Steigerungen in den Folgejahren. Der rechtliche Rahmen wurde damit ausgeschöpft.

Auf der Grundlage des Antrags der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2016 verabschiedete der Gemeinderat eine Richtline zur Sozialgerechten Bodennutzung (SoboN), die die Grundsätze über den zukünftigen Umgang mit neu ausgewiesenem Baurecht festlegt.

Weitere umgesetzte Maßnahmen:

  • Abschluss des Rathaus-Kaufs am Hainbuchenring für 15,1 Mio Euro
  • Fertigstellung des Geh- und Radwegs nach Gauting im November 2021
  • Einführung der emissionsfreie Buslinie 261; der Landkreis übernimmt auf Initiative der SPD-Fraktion Kosten für Ladeinfrastruktur
  • Fertigstellung des Neubautrakts der Grundschule im Frühjahr 2022 mit vier Ganztagsklassen und Räumlichkeiten für die Musikschule
  • Einweihung des Um- und Erweiterungsbaus der AWO-Kinderkrippe Zauberwald
  • Fortlaufende Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik
  • Neugestaltung der Ortsmitte: Vergabe des gemeindlichen Grundstücks im Erbbaurecht, das damit dauerhaft im Besitz der Gemeinde bleibt
  • Sanierung der Hauptkreuzung
  • Anstoß der kommunalen Wärmeplanung
  • Einreichung und inzwischen erteilte Genehmigung für sechs Windräder im Forstenrieder Park
  • Aufstellung eines Klimarahmenplans
  • Veröffentlichung der Lärmaktionsplanung

Die Arbeit der Neurieder SPD beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Arbeit im Gemeinderat, sondern die Neurieder SPD nimmt auch stark am gesellschaftlichen Leben in Neuried teil.

Selbstverständlich gehört Bürgerinformation zu politischen Themen auch zur Arbeit eines Ortsvereins. Wir kommen dem durch unseren "Neurieder Specht", Bürgerspaziergängen, Podiumsdiskussionen und Info-Ständen nach.